Waschbär plagt viele
Die CDU dankt der Jägerschaft Uslar, die im letzten Jagdjahr 400 Waschbären erlegt hat. Die Tendenz ist steigend.
Verwüstete Dachböden, zerfledderte Müllbeutel, ausgeräuberte Gartenteiche - der Waschbär plagt viele: Auf Grundstücken und in Häusern am Solling richtet er mancherorts Schäden an. Aber auch in der heimischen Tierwelt hinterlässt er seine Spuren, insbesondere in der Vogelpopulation.
Das Thema ist auch überregional in den Medien aktuell, unter anderem durch ein großangelegtes Projekt in Kassel, der Plage durch Sterilisation von Tieren Herr zu werden. Ergebnisse können sich erst langfristig zeigen, was die aktuellen Probleme angeht, wird sich wenig ändern für die Betroffenen.
Die CDU dankt deshalb der Jägerschaft Uslar, die Waschbären erlegt. Allein im letzten Jagdjahr waren es 400. Die wachsende Strecke in den vergangenen Jahren kann auch ein Hinweis darauf sein, dass die Zahl der Tiere insgesamt zunimmt.
Der Waschbär kommt urspünglich aus Nordamerika. Nach Deutschland ist er in den 30er-Jahren gekommen. Am Edersee wurde zunächst gezüchtet und hat sich dann von dort aus insbesondere nach Norden und Osten ausgebreitet. Heute gilt Kassel als die europäsche Waschbären-Hauptstadt. In Niedersachsen ist der Landkreis Northeim mit am stärksten betroffen.
Da der Waschbär in Deutschland keine Fressfeinde zu fürchten braucht, ist der Mensch gefragt, und das nicht nur als Jäger. Jede und jeder kann sein Grundstück etwas weniger attraktiv für den Waschbär machen, wenn der zum Beispiel keinen gedeckten Tisch in Form von Nahrungsabfällen auf dem Kompost vorfindet.