Dreifache Kita-Kosten
Eine gute Bildung und Betreuung der Kinder in den Kindergärten zeichnen Uslar aus, und das spiegelt sich auch in langfristig steigenden Aufwendungen wider. Dies untermauert die Antwort der Stadtverwaltung auf eine schriftlichen Anfrage von Stephan Kaiser (CDU), beratendes Mitglied im Kultur- und Sozialausschuss. Ergebnis: Gegenüber vor 10 Jahren wendet die Stadt für die Kita-Betreuung mehr als dreimal so viel auf.
Laut Stadtverwaltung stieg der kommunale Zuschuss für die Kinderbetreuung in den Kitas von rund 1,03 Millionen Euro 2014 auf 3,57 Millionen 2024. Das ist eine Steigerung von 246 Prozent. Zum Vergleich: Die Inflation betrug im selben Zeitraum etwa 27 Prozent.
Der Anteil, den Eltern über Beiträge an den Aufwendungen leisteten, ging im selben Zeitraum von rund 616.000 Euro auf 273.000 Euro zurück. Wesentlicher Grund dafür ist, dass die Kita-Betreuung von Kindern von drei bis sechs Jahren in Niedersachsen seit 2018 kostenlos ist.
Die durchschnittlichen Aufwendungen pro Kind betrugen im Jahr 2024 fast 16.400 Euro. "Das durchschnittliche Defizit pro Kind beträgt 8.210,11 Euro", stellt die Stadtverwaltung in ihrer Antwort auf die schriftliche Anfrage fest.
Baumaßnahmen und Investitionszuschüsse wurden bei der Aufstellung nicht berücksichtigt.
Stephan Kaiser bedankte sich bei der Verwaltung für die Antwort. Die Fakten zeigen, wie groß der Einsatz der Stadt Uslar und damit ihrer Bürgerinnen und Bürger für Familienfreundlichkeit und frühkindliche Bildung ist. Gleichzeitig wird transparent, wie sich ein Teil der steigenden finanziellen Herausforderungen für die Kommunen erklärt, die vielfach mit Defiziten zu kämpfen haben. Um die erreichten Fortschritte zu bewahren, müssen wir insbesondere alles im Blick haben, was Betriebe und Wirtschaft vor Ort stärkt.