CDU Stadtverband Uslar
Uslar und die Dörfer - bereit für mehr!

Rohlfs Erfolg gut für Uslar

Sie kennt jeder in Uslar, die privilegierte Rats-Apotheke aus dem Jahr 1694 in der Langen Straße. Von der erstaunlichen Entwicklung, die diese in der Zeit von Inhaber Hermann Rohlfs genommen hat, machten sich Staatssekretärin und Wahlkreisabgeordnete Mareike Lotte Wulf (CDU) sowie David Artschwager und Stephan Kaiser (Vorsitzende der Kreis- bzw. der Stadt-CDU) Mitte Februar bei einem Besuch selbst ein Bild.

Allein in Uslar zählt das Unternehmen mittlerweile an die 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie derzeit 9 Auszubildende. Mit weiteren Standorten sind deutschlandweit etwa 1200 Beschäftigte tätig, berichteten die beiden Geschäftsführer Udo Wiemers und Daniel Bierbrauer. 

Tausende Krebspatientinnen und -patienten werden bundesweit mit individuell zusammengestellten Medikamenten (Zytostatika) versorgt. Ein besonderer Schwerpunkt sind zudem Augenarzneimittel und die für die Verabreichung erforderlichen Spritzen, die insbesondere die Makuladegeneration stoppen. Die Herstellung erfolgt jeweils unter strengsten Vorgaben aseptisch - in sogenannten Reinräumen, die nur durch Schleusen betreten werden.

Auch eine Bitte gaben die Geschäftsführer der Bundestagsabgeordneten auf den Weg: Das Unternehmen hat sogenannte Eurotubes entwickelt, die es ermöglichen, Krebspatienten ambulant und individuell auf ihren Bedarf zugeschnittene Nährflüssigkeiten über einen intravenösen Zugang zuzuführen. Viele Millionen habe man in die Entwicklung bis zur Zulassung investiert, nun aber sträubten sich vielfach die Krankenkassen gegen entsprechende Verschreibungen durch die Ärzte. Wulf sagte zu, hier nachzufassen.

Beim Rundgang erfuhr die Mareike Lotte Wulf von der Leitenden Apothekerin Lena Rau, dass täglich 160 Kunden die Rats-Apotheke aufsuchen. Die Arbeitsweise des Labors für die Augenarzneimittel  erklärte Calvin Tukam und die des mikrobiologischen Labors Matthias Gens. Auch das Bistro für die Mitarbeitenden gehörte zu den Stationen des Rundgangs.

Investitionen in der Altstadt

Die Rats-Apotheke von Hermann Rohlfs ist nicht nur einer der größten Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler in der Sollingstadt: Stephan Kaiser würdigte insbesondere auch die Investitionen in Gebäude der für Uslar so wichtigen Altstadt. Eine ganze Reihe Häuser, besonders in der der Langen Straße, aber beispielsweise auch der Götzenhof und die ehemalige landwirtschaftliche Winterschule an der Bahnhofstraße, wurden aufgekauft, gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes aufwändig saniert und einer neuen Nutzung zugeführt. So komme ein erfolgreiches Unternehmertum Uslar vielfach zugute. Darüber hinaus ist der Inhaber seit Jahrzehnten in Namibia für den Natur- und Artenschutz sowie im Tourismus aktiv. Die CDU bedankt sich für einen aufschlussreichen und beeindruckenden Besuch.